Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 9. Oktober 2026 · Version commerce-de-2026-10-09-v3
Diese Bedingungen beschreiben die gemeinsame Grundlage unserer Aufträge. Den konkreten Leistungsumfang, Preis und Zeitplan finden Sie in Ihrem Angebot. Eine Anfrage oder ein Bedarfsplaner schließt noch keinen kostenpflichtigen Vertrag.
Bereits geschlossene Verträge behalten die bei Abschluss übermittelten Bedingungen. Die jeweils gespeicherte Bestätigung bleibt maßgeblich.
1. Anbieter, Geltungsbereich und individuelle Vereinbarungen
Vertragspartner ist Hanns Leonhard Osterbrink, Saalbaustraße 36, 64283 Darmstadt, Deutschland, handelnd unter NeuroFunken. Kontakt: info@neurofunken.de. Die vollständigen Anbieter- und Registerangaben stehen im Impressum.
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für unsere Software-, Website-, Shop-, Integrations-, Beratungs-, Schulungs-, Hosting-, Mail- und Betreuungsleistungen, soweit sie bei Vertragsschluss einbezogen werden. Sie gelten für Unternehmer und Verbraucher. Verbraucher ist eine natürliche Person, die überwiegend zu privaten Zwecken handelt. Die Bezeichnung eines Angebots als Firmenangebot schließt Verbraucherrechte nicht aus.
Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang. Ergänzend gelten die vereinbarte Leistungsbeschreibung und die ausgewiesenen Paketgrenzen. Eine neue AGB-Fassung ändert bestehende Verträge nicht automatisch. Für eine bereits angenommene Bestellung bleibt die bei Abschluss übermittelte Fassung maßgeblich.
2. Angebote, Anfragen und Vertragsschluss
Produktseiten, Themenpakete, Demos, Selbstchecks und Bedarfsplaner ermöglichen die Information und Vorbereitung eines Vorhabens. Eine Kontaktanfrage oder die Übernahme einer Auswahl in das Kontaktformular schließt keinen kostenpflichtigen Vertrag. Individuelle Entwicklung, SI-Vorhaben, Kommunikationsapps und Betreuungspakete werden auf Grundlage eines gesonderten Angebots beauftragt. Darin werden Leistungen, Preis, Beginn und gegebenenfalls Laufzeit festgelegt.
Im freigeschalteten Shop-Bestellablauf können Sie Ihre Auswahl und Rechnungsdaten bis zum letzten Bestellschritt prüfen und berichtigen. Das dort angezeigte, geprüfte Angebot mit Leistungsumfang, Grenzen, Gesamtpreisen und diesen Bedingungen nehmen Sie durch die ausdrücklich als zahlungspflichtig bezeichnete Bestellung an. Eine bloße Konfiguration oder unverbindliche Anfrage genügt dafür nicht. Ist die verbindliche Bestellung nicht verfügbar, wird aus einer Anfrage auch durch das Absenden keine Bestellung.
Die Vertragssprache ist Deutsch. Die Bestätigung enthält die vereinbarten Leistungen, Preise und Bedingungen in Textform per E-Mail. Shop-Bestellungen bleiben im Kundencenter einsehbar. Für individuelle Angebote richtet sich die Annahme nach dem darin beschriebenen Verfahren. Englische Informationsseiten ändern die Sprache eines deutschsprachigen Angebots nicht.
3. Leistungsumfang, Projektgrenzen und Änderungen
Geschuldet sind die vereinbarten Funktionen, Ergebnisse und laufenden Leistungen einschließlich zugesagter Dokumentation, Einweisung, Tests und Übergaben. Veröffentlichte Leistungszusagen werden durch diese AGB nicht pauschal aufgehoben. Die rechtliche Einordnung als Werkleistung, Dienstleistung oder Bereitstellung eines digitalen Produkts richtet sich nach der tatsächlich vereinbarten Leistung, nicht allein nach ihrer Bezeichnung.
Eine Korrekturrunde umfasst gesammelte Änderungswünsche innerhalb des vereinbarten Umfangs. Zusätzliche Seiten, Funktionen oder Integrationen bieten wir mit ihren Auswirkungen auf Kosten und Termine vorab an. Sie werden erst nach Beauftragung umgesetzt und berechnet. Die Beseitigung eines von uns zu verantwortenden Mangels ist keine kostenpflichtige Erweiterung. Eine Änderung des Auftrags wird nicht allein aus Schweigen abgeleitet.
4. Zusammenarbeit, Inhalte und Zugänge
Sie benennen eine erreichbare Ansprechperson und stellen die für den Auftrag erforderlichen Informationen, rechtmäßig verwendbaren Inhalte und vereinbarten Zugänge bereit. Dazu können Unternehmensangaben, Medien, vorhandene Dokumentation und eigene Händler-, Domain- oder App-Store-Konten gehören. Wir erläutern, welche Angaben benötigt werden, und vereinbaren geeignete Übertragungswege. Zugangsdaten gehören nicht in öffentliche Formulare.
Sie prüfen bereitgestellte Unternehmens- und Produktinformationen vor einer vereinbarten Veröffentlichung auf sachliche Richtigkeit. Unsere eigenen Prüf- und Leistungspflichten bleiben bestehen. Ist eine erforderliche Mitwirkung unvollständig oder verspätet, weisen wir auf die konkret betroffene Leistung und Terminfolge hin. Zusätzlicher Aufwand wird nicht automatisch nachberechnet; gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt. Eine pauschale Übernahme sämtlicher Ansprüche Dritter durch den Kunden wird nicht vereinbart.
5. Beginn, Lieferfristen und externe Voraussetzungen
Für individuelle Projekte gelten die vereinbarten Termine und Meilensteine. Für die Standardbausteine des Shop-Konfigurators gilt, soweit im angenommenen Angebot nichts Abweichendes vereinbart ist: Nach Zahlung und Eingang aller nötigen Unternehmensangaben, Medien und Zugänge beginnen wir binnen fünf Werktagen. Website Start und Schnittstelle Start liefern wir binnen 15 Werktagen, Website Business binnen 20, Shop Start und Web-App Start binnen 30 sowie Mobile-App Start binnen 40 Werktagen, jeweils gerechnet ab Vorliegen dieser Startvoraussetzungen. Für jeden ausgewählten zusätzlichen Baustein kommen höchstens fünf Werktage hinzu. Hosting und Mail werden nach Zahlung binnen drei Werktagen eingerichtet, sobald Domain- und Zugangsvoraussetzungen vorliegen. Werktage sind Montag bis Freitag, ausgenommen gesetzliche Feiertage in Hessen.
Ein Express-Ziel gilt nur bei ausdrücklich bestätigtem Starttermin und den im Angebot genannten Voraussetzungen. Für Verbraucher bleibt der vereinbarte Beginn nach der Widerrufsfrist beziehungsweise ein ausdrücklich gewünschter vorzeitiger Beginn maßgeblich. Fehlende erforderliche Mitwirkung verlängert nur die betroffenen Fristen um die tatsächlich verursachte Verzögerung. Wir informieren über absehbare Abweichungen und stimmen das weitere Vorgehen ab.
Prüfungen durch App-Stores, Registrierungsstellen oder andere externe Anbieter liegen nicht vollständig in unserem Einfluss. Ihre voraussichtliche Bedeutung wird im Projekt benannt. Dies befreit uns nicht von unseren eigenen Pflichten und schließt gesetzliche Ansprüche bei Verzögerungen nicht aus.
6. Prüfung, Abnahme und Übergabe
Werkleistungen legen wir mit dem vereinbarten Prüfstand zur Abnahme vor. Sie können die vereinbarten Funktionen und Ergebnisse prüfen und Mängel benennen. Unwesentliche Mängel hindern die Abnahme nach den gesetzlichen Vorschriften nicht; sie werden dokumentiert und im geschuldeten Umfang behoben. Eine Teilabnahme wird nur für ausdrücklich vereinbarte, abgrenzbare Leistungen verlangt.
Die gesetzlichen Voraussetzungen einer Abnahme nach § 640 BGB bleiben maßgeblich. Gegenüber Verbrauchern gehört dazu insbesondere der vorgeschriebene Hinweis in Textform, wenn eine Abnahme durch Ablauf einer gesetzten Frist eintreten soll. Bloße Nutzung, Zahlung oder Schweigen gelten nach diesen AGB nicht für sich allein als vorbehaltlose Abnahme. Zwingende Regeln für digitale Produkte werden durch eine Abnahmeklausel nicht eingeschränkt.
Die Übergabe umfasst die beauftragten Arbeitsergebnisse und vereinbarten Anleitungen. Bei individuellen Kommunikationsapps gehören die zugesagten Projektquellcodes, Build- und Installationsanleitungen, Architektur- und Betriebsdokumentation, Benutzerhandbuch, Einweisung sowie Test- und Abnahmeunterlagen zum vereinbarten Übergabeumfang.
7. Preise, Zahlung und externe Kosten
Im öffentlichen Shop ausgewiesene Preise sind Euro-Endpreise einschließlich 19 % Umsatzsteuer. Für individuelle Projekte nennt das Angebot den Gesamtpreis oder die vereinbarte Berechnungsgrundlage, Zahlungsabschnitte und gegebenenfalls Kostengrenzen. Ein Kostenrahmen als Schätzung wird als solcher kenntlich gemacht und ist kein unbegrenzter Auftrag. Mehrleistungen benötigen eine gesonderte Beauftragung.
Im Shop werden einmalige Leistungen und die erste gewählte Abrechnungsperiode vor Leistungsbeginn bezahlt. Wiederkehrende Leistungen werden im vereinbarten Rhythmus im Voraus abgerechnet. Privatkunden erhalten im Shop eine monatliche Abrechnung wiederkehrender Leistungen. Unternehmer können, soweit angeboten, monatlich oder jährlich zahlen. Die Jahreszahlung entspricht zwölf Monatsbeträgen, ohne zusätzlich zugesagten Rabatt. Einmalpreis, wiederkehrender Betrag und erste Zahlung werden getrennt angezeigt. Ein abweichender Zahlungsplan für ein individuelles Projekt steht im Angebot.
Shop-Zahlungen erfolgen über die dort verfügbaren Verfahren von Stripe. Eine fehlgeschlagene Zahlung hebt einen bereits geschlossenen Vertrag nicht automatisch auf, schaltet aber keine Leistung frei. Zahlungsstatus und Rechnungen sind im Kundencenter verfügbar. Gesetzliche Einreden, Zurückbehaltungs- und Aufrechnungsrechte bleiben bestehen.
Domain-, Lizenz-, App-Store-, Zahlungsanbieter-, Lieferanten-, Hardware- und Modell- beziehungsweise API-Gebühren sind nur enthalten, wenn dies ausdrücklich ausgewiesen ist. Bekannte zusätzliche Kosten oder deren Berechnung werden vor Beauftragung benannt. Wir buchen keine kostenpflichtigen Zusatzleistungen ohne Ihren Auftrag. Diese AGB begründen kein einseitiges Preisänderungsrecht.
8. Laufzeit im Shop-Konfigurator
Einmalige Entwicklungs-, Einrichtungs- und Beratungsleistungen verlängern sich nicht automatisch. Die separat im Shop gebuchten laufenden Hosting-, Mail- und Betreuungsbausteine laufen unbefristet. Diese Regel betrifft diese Bausteine; für die gesonderten Betreuungspakete mit enthaltenen Erstellungskosten gilt Abschnitt 9. Beginn der Bereitstellung und Abrechnung werden in der Bestellung beziehungsweise Leistungsbestätigung ausgewiesen.
Monatlich abgerechnete Shop-Bausteine können ohne zusätzliche Kündigungsfrist zum Ende der laufenden bezahlten Monatsperiode gekündigt werden. Bei der ausschließlich Unternehmern angebotenen jährlichen Abrechnung gilt dies zum Ende der laufenden bezahlten Jahresperiode. Nach wirksamer Beendigung wird keine weitere Periode abgerechnet. Bis zum Ende der geschuldeten Bereitstellung bleibt die Leistung nutzbar.
Eine ordentliche Kündigung zum Periodenende führt nicht zu einer anteiligen Erstattung dieser laufenden Periode. Gesetzliche Widerrufs-, Minderungs-, Erstattungs- und außerordentliche Kündigungsrechte bleiben unberührt.
9. Betreuungspakete mit 12 oder 24 Monaten Mindestlaufzeit
Die Themenpakete Präsenz, Business, Startup, Online-Shop und Dropshipping werden über eine unverbindliche Anfrage vorbereitet und erst durch Annahme eines gesonderten Angebots beauftragt. Die gewählte anfängliche Mindestlaufzeit beträgt 12 oder 24 Monate. Das Angebot nennt den verbindlichen Beginn, den monatlichen Endpreis und den Mindestgesamtpreis. Für die erstmalige Erstellung im vereinbarten Paketumfang fällt kein zusätzlicher Einmalpreis an; sie ist Bestandteil der bezahlten Betreuung.
Sie können das Paket ohne zusätzliche Kündigungsfrist zum Ende der anfänglichen Mindestlaufzeit kündigen. Ohne Kündigung setzt es sich danach zum gleichen Monatsbetrag auf unbestimmte Zeit fort und kann jederzeit mit einer Frist von höchstens einem Monat gekündigt werden. Es entsteht keine neue feste Jahresbindung. Gesetzliche Widerrufs-, Mängel-, Erstattungs- und Sonderkündigungsrechte bleiben unberührt. Für eine vorzeitige gesetzliche Beendigung legen diese AGB keine pauschale Ablöse oder Strafzahlung fest.
Ihre Inhalte und Ihre Domain verbleiben bei Ihnen. Nach Erfüllung der anfänglichen Mindestlaufzeit erhalten Sie den erstellten Quellcode und einen dokumentierten Export ohne zusätzliche Ablöse. Rechte und Herausgabeansprüche bei einer früheren gesetzlichen Vertragsbeendigung bleiben unberührt. Ein betreuter Umzug ist nur bei ausdrücklicher Vereinbarung eine zusätzliche Leistung. Eine Kündigung des Betreuungspakets überträgt keine Domain auf uns.
10. Kündigungswege und Abwicklung bei Vertragsende
Sie können laufende Verträge über die öffentlich ohne Login zugängliche Funktion „Verträge hier kündigen“ unter /shop/kuendigen oder in Textform, insbesondere per E-Mail an info@neurofunken.de, kündigen. Soweit eingerichtet, kann zusätzlich das Zahlungsportal genutzt werden. Die Wirksamkeit einer Erklärung hängt nicht von der Nutzung eines bestimmten Portals oder unserer späteren Bestätigung ab. Die elektronische Funktion ermöglicht das Speichern einer Eingangsbestätigung und veranlasst eine Bestätigung per E-Mail. Ohne genannten Termin wird die Kündigung zum frühestmöglichen Zeitpunkt erklärt.
Gesetzliche Kündigungsrechte aus wichtigem Grund und gesetzliche Rechte zur Beendigung eines Werkvertrags, insbesondere nach §§ 648 und 648a BGB, bleiben bestehen. Ihre Rechtsfolgen richten sich nach dem Gesetz.
Vor dem vereinbarten Ende eines gehosteten Dienstes stimmen wir die Herausgabe der geschuldeten Daten und Arbeitsergebnisse sowie die Abschaltung ab. Sie erhalten eine angemessene Gelegenheit zum vorgesehenen Export. Gesetzliche Rechte auf Datenherausgabe, insbesondere für digitale Produkte, und Datenschutzrechte bleiben erhalten. Ein Wechselservice ist nicht automatisch im Export enthalten. Aufbewahrungspflichten, Löschfristen und gegebenenfalls eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung werden beachtet. Eine Kündigung erteilt keinen Auftrag zur vorzeitigen Löschung oder Domainaufgabe.
11. Verbraucherwiderruf und vorzeitiger Leistungsbeginn
Verbrauchern steht bei den gesetzlich erfassten Fernabsatzverträgen das Widerrufsrecht nach der gesonderten Belehrung zu. Belehrung und freiwilliges Musterformular finden Sie unter /shop/widerruf; dort ist auch die Funktion „Vertrag widerrufen“ ohne Login erreichbar. Eine eindeutige Erklärung, etwa per E-Mail oder Brief, bleibt ebenso möglich. Unternehmern steht kein gesetzliches Verbraucherwiderrufsrecht zu.
Im Shop können Verbraucher freiwillig ausdrücklich verlangen, dass Dienstleistungen vor Ablauf von 14 Tagen beginnen. Ohne dieses Verlangen wird die Zahlungsanforderung erst 14 Tage nach Vertragsschluss versandt; vorher beginnen weder Ausführung noch Abrechnungsperiode. Die gesetzlichen Voraussetzungen für Beginn und Ende der Widerrufsfrist bleiben unberührt. Ein Verzicht auf das Widerrufsrecht wird aus der AGB-Zustimmung nicht abgeleitet.
Bei Dienstleistungen erlischt das Widerrufsrecht wegen vollständiger Erbringung nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen, insbesondere nach vorheriger ausdrücklicher Zustimmung zum vorzeitigen Beginn und Kenntnisbestätigung zum Verlust bei vollständiger Erfüllung. Für nicht auf einem körperlichen Datenträger bereitgestellte digitale Inhalte gelten eigene Voraussetzungen: Ein vorzeitiges Erlöschen erfordert unter anderem die gesonderte ausdrückliche Zustimmung, die Kenntnisbestätigung zum Verlust mit Ausführungsbeginn und die gesetzlich erforderliche Vertragsbestätigung. Eine nur auf Dienstleistungen bezogene Erklärung ersetzt dies nicht. Gesetzliche Rechte für digitale Produkte bleiben erhalten.
12. Quellcode, Nutzungsrechte und fremde Komponenten
Bei einmalig bezahlten Entwicklungsaufträgen erhalten Sie nach vollständiger Zahlung die vereinbarten projektbezogenen Arbeitsergebnisse und den für ihre Weiterführung erforderlichen Quellcode einschließlich der vereinbarten Dokumentation. Soweit nichts Weitergehendes individuell vereinbart ist, erhalten Sie an unseren dafür erstellten Bestandteilen ein einfaches, räumlich und zeitlich unbeschränktes Recht, sie für den vereinbarten Zweck zu nutzen, zu vervielfältigen, anzupassen und durch eigene oder beauftragte Dritte zu betreiben und weiterzuentwickeln. Ein im Auftrag vorgesehener öffentlicher Website- oder App-Betrieb ist eingeschlossen. Für Betreuungspakete richtet sich der Zeitpunkt der Quellcodeübergabe nach Abschnitt 9. Gesetzliche Rechte und weitergehende individuelle Zusagen bleiben unberührt.
Vorhandene Inhalte, Daten und Rechte, die Sie einbringen, verbleiben bei Ihnen beziehungsweise den jeweiligen Rechteinhabern. Wir erhalten daran nur die für die Vertragserfüllung notwendigen Nutzungsbefugnisse. Eine Veröffentlichung als Referenz oder die Verwendung vertraulicher Inhalte für andere Projekte wird hierdurch nicht erlaubt.
Drittsoftware, Open-Source-Komponenten, Schriftarten und Modellgewichte unterliegen ihren jeweiligen Lizenzen. Wesentliche Lizenzbedingungen und Abhängigkeiten werden im vereinbarten Umfang vor der Entscheidung beziehungsweise bei Übergabe benannt. Öffentlich lizenzierter Quellcode bleibt unter seiner jeweiligen Lizenz nutzbar, veränderbar und weitergebbar; diese AGB schränken solche Rechte nicht ein. Eigene allgemein verwendbare Bausteine dürfen wir unter Beachtung Ihrer vertraulichen Informationen weiterverwenden. Eine Open-Source-Lizenz begründet für sich allein keinen zusätzlichen Hosting- oder Supportvertrag.
13. Hosting, Mail, Betreuung und Sicherheitswartung
Für gehostete Dienste gelten die vereinbarten Ressourcen, Funktionen, Sicherungen, Überwachungsleistungen und Supportzeiten. Eine bestimmte Verfügbarkeit, Wiederherstellungszeit, Lastgrenze oder Rufbereitschaft wird nur zugesagt, wenn sie Bestandteil des Angebots ist. Geschuldete Funktionsfähigkeit sowie gesetzliche Mängel- und Aktualisierungsrechte bleiben davon unberührt. Wir teilen planbare Wartungsarbeiten mit und berücksichtigen Ihre berechtigten Interessen.
Die reguläre Betreuung erfolgt über Kundencenter und E-Mail mit einer regulären Antwort binnen zwei Werktagen. Dies ist keine pauschale Zusage einer Fehlerbehebung innerhalb dieses Zeitraums. Ein ausdrücklich vereinbartes Reaktionsfenster bleibt verbindlich. Umfang und Aufbewahrung von Sicherungen sowie Zuständigkeiten für Wiederherstellungen werden im Angebot beziehungsweise Betriebskonzept beschrieben. Eine vereinbarte Sicherungspflicht wird nicht durch einen allgemeinen Hinweis auf eigene Backups aufgehoben.
Zeitbudgets für Inhaltsänderungen betreffen die im Paket beschriebenen Texte, Bilder und vorhandenen Inhaltsbausteine. Soweit ausgewiesen, werden ungenutzte Minuten nicht übertragen. Zusätzlicher Aufwand wird nur nach Beauftragung berechnet. Geschuldete Mängelbeseitigung, vereinbarte Sicherheitswartung und gesetzlich erforderliche Aktualisierungen werden nicht von einem Inhaltsänderungsbudget abgezogen.
Bei einer konkreten Gefahr für Systeme oder Daten dürfen wir erforderliche, verhältnismäßige Schutzmaßnahmen ergreifen und informieren Sie, soweit der Schutz dadurch nicht vereitelt wird. Eine Einschränkung wird auf betroffene Bereiche und die erforderliche Dauer begrenzt. Daraus folgt kein allgemeines Recht, bezahlte Leistungen beliebig einzustellen.
14. Domains, externe Dienste und Schnittstellen
Domainregistrierung, Verlängerung und Übertragung erfolgen nur im ausdrücklich beauftragten Umfang. Sie bleiben als vorgesehener Domaininhaber benannt; von Ihnen bereits gehaltene Domains verbleiben bei Ihnen. Verfügbarkeit und Vergabe hängen von der zuständigen Registrierungsstelle ab. Vor einer kostenpflichtigen Registrierung werden Kosten und wesentliche Bedingungen benannt. Domainkosten sind nicht automatisch in Hosting- oder Erstellungspreisen enthalten.
Bei externen Zahlungs-, Mail-, Shop-, Store-, Lieferanten- oder Modelldiensten werden Kontoinhaber, Vertragspartner, Gebühren und Zuständigkeiten im Projekt festgelegt. Deren eigene Verträge werden nicht durch unsere AGB ersetzt. Änderungen fremder Schnittstellen werden im Rahmen der vereinbarten Betreuung geprüft; notwendige Erweiterungen außerhalb des geschuldeten Umfangs werden gesondert angeboten. Unsere eigenen Leistungs- und Mängelpflichten bleiben bestehen. Der Kunde wird nicht pauschal auf Ansprüche gegen Dritte verwiesen.
15. SI, Wissensanbindung, Modelltraining und Automationen
SI-Leistungen können Modellauswahl, lokale oder externe Laufzeiten, Wissensanbindung, Training geeigneter Modelle, Softwareentwicklung, Tests, Teamtraining und Betrieb umfassen. Das Angebot legt Anwendungsfall, Datenquellen, zulässige Aktionen, Prüfkriterien und Übergabe fest. Ein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg oder fehlerfreie Modellantworten werden nicht allgemein zugesagt. Vereinbarte Qualitätsmerkmale, sorgfältige Leistungserbringung und gesetzliche Rechte bleiben verbindlich.
Kostenlos zugängliche Gewichte bedeuten keinen kostenlosen Betrieb und keine uneingeschränkten Nutzungsrechte. Hardware-, Lizenz-, Hosting- und API-Kosten werden getrennt eingeordnet. Für Fine-Tuning oder anderes Modelltraining prüfen wir technische Eignung, Lizenz und rechtmäßig verfügbare Trainingsdaten. Trainings- und Testdaten werden nach dem vereinbarten Prüfkonzept getrennt. Eine Wissensanbindung ist nicht automatisch ein Modelltraining.
Ihre Inhalte werden nicht allein aufgrund dieser AGB für das Training allgemeiner oder fremder Modelle freigegeben. Beauftragtes Training und die Übermittlung an externe Anbieter erfordern einen dafür bestimmten, datenschutzrechtlich zulässigen Projektumfang. Datenwege, Berechtigungen, Protokollierung und Löschung werden mitgeplant. Für automatisierte Aktionen werden Grenzen, Freigaben und Fehlerwege festgelegt. Die vereinbarte menschliche Prüfung bleibt Teil des Arbeitsablaufs; sie beseitigt unsere eigenen Pflichten nicht.
16. Beratung, Peppol und Schulung
Beratung und Schulung werden mit ihrem vereinbarten Umfang erbracht. Ein ausdrücklich zugesagtes Ergebnis, etwa ein schriftlicher Fahrplan, Handbuch oder dokumentierter Test, bleibt geschuldet. Technische Beratung umfasst keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung, Zertifizierung oder allgemeine Garantie rechtlicher Konformität. Informationen werden mit ihrem maßgeblichen Stand eingeordnet.
Das Beratungspaket „E-Rechnung & Peppol Fahrplan“ umfasst entsprechend dem Angebot die technische Ist-Aufnahme für ein Unternehmen mit bis zu zwei Rechnungssystemen, die Einordnung von Format-, Empfangs-, Versand- und Peppol-Optionen, einen schriftlichen Fahrplan mit priorisierten Schritten, Kostenrahmen und Checkliste sowie eine digitale Rückfragerunde. Einrichtung, Implementierung, API-Entwicklung, Anbietergebühren, Access-Point-Verträge und Registrierungen werden nicht allein durch den Kauf dieses Beratungspakets mitbeauftragt. Dafür ist ein gesondertes Angebot erforderlich.
Kostenlose Selbstchecks und Broschüren bieten allgemeine Orientierung anhand der angegebenen Ausgangslage. Sie bestätigen weder die Fehlerfreiheit von Rechnungsdateien noch die Rechtskonformität eines Unternehmens. Eine Anfrage aus einem Selbstcheck bestellt kein Beratungspaket. Für Schulungen werden Zielgruppe, Dauer, Format und Unterlagen vereinbart. Individuelle Absageregeln werden vor Buchung mitgeteilt; diese AGB enthalten keine pauschale Stornogebühr.
17. Shops, Dropshipping und Kommunikationslösungen
Bei Shop- und Dropshipping-Projekten entwickeln beziehungsweise betreuen wir den vereinbarten technischen Umfang. Sortiment, Händlerkonten, Warenbeschaffung, Versand, Retouren, Produktrecht und gegenüber Endkunden abgegebene Angaben bleiben Aufgaben des jeweiligen Händlers, soweit nicht ausdrücklich zusätzliche Leistungen vereinbart sind. Unsere eigenen Entwicklungs-, Beratungs- und Hinweispflichten bleiben unberührt. Eine Umsatz-, Gewinn-, Besucher- oder Lieferantenzusage wird nicht pauschal abgegeben. Lieferantenanbindungen werden vor verbindlicher Zusage auf den vereinbarten Ablauf geprüft.
Bei individuellen Kommunikationsapps werden Module, Geräte, Benutzerrollen, Datenhaltung, Verschlüsselung und Wiederherstellungswege im Konzept festgelegt. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gilt für die ausdrücklich vereinbarten Bereiche. Angebundene externe E-Mail, Telefonnetze oder Fremddienste haben eigene technische Grenzen. Ein allgemeines Versprechen vollständiger Sicherheit oder unbegrenzter Verfügbarkeit wird nicht abgegeben. Vereinbarte Sicherheitsfunktionen, Tests, Dokumentation und Quellcodeübergabe bleiben geschuldet.
18. Vertraulichkeit und Datenschutz
Beide Seiten behandeln nicht öffentlich bekannte Geschäfts- und Betriebsinformationen vertraulich, wenn sie entsprechend gekennzeichnet sind oder sich dies aus Inhalt und Umständen ergibt. Sie werden nur für den vereinbarten Auftrag verwendet. Erforderliche Mitarbeitende und beauftragte Dienstleister erhalten Zugang nur im notwendigen Umfang und unter entsprechenden Verpflichtungen. Gesetzlich vorgeschriebene Offenlegungen bleiben möglich. Die Vertraulichkeit gilt über das Vertragsende hinaus, solange ein berechtigtes Geheimhaltungsinteresse besteht.
Personenbezogene Daten werden nach den geltenden Datenschutzvorschriften und den vereinbarten Datenverarbeitungsrollen verarbeitet. Ist eine Auftragsverarbeitung erforderlich, wird die entsprechende Vereinbarung vor Beginn dieser Verarbeitung abgeschlossen. Diese AGB ersetzen weder eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung noch eine gegebenenfalls erforderliche Einwilligung. Informationen zur Website und zu Kontakt- und Bestellprozessen enthält die Datenschutzerklärung.
19. Mängelrechte und digitale Produkte
Es gelten die gesetzlichen Mängelrechte einschließlich der gesetzlichen Verjährungsfristen. Diese AGB verkürzen sie nicht. Bitte beschreiben Sie einen Fehler über das Kundencenter oder unsere Kontaktadresse möglichst nachvollziehbar. Eine solche Meldung ist keine zusätzliche Ausschlussfrist. Gesetzliche Rechte werden nicht von einer kostenpflichtigen Betreuung oder der ausschließlichen Nutzung unseres Portals abhängig gemacht.
Je nach Vertrag und gesetzlichen Voraussetzungen können insbesondere Nacherfüllung, Minderung, Rücktritt beziehungsweise Vertragsbeendigung, Schadensersatz und Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangt werden. Für Verbraucherverträge über digitale Produkte gelten insbesondere die §§ 327 ff. BGB einschließlich Bereitstellung, Vertragsmäßigkeit, Aktualisierungen und gesetzlicher Beweislastregeln. Kosten einer von uns geschuldeten Nacherfüllung tragen wir nach den gesetzlichen Vorschriften.
Gesetzlich erforderliche Aktualisierungen einschließlich Sicherheitsaktualisierungen werden während des maßgeblichen Zeitraums bereitgestellt; über ihre Verfügbarkeit wird informiert. Dies gilt unabhängig von zusätzlich beauftragter freiwilliger Pflege. Änderungen digitaler Produkte über den Erhalt der Vertragsmäßigkeit hinaus werden nicht allein durch diese AGB erlaubt. Soweit einschlägig, bleiben die Informations- und Beendigungsrechte nach § 327r BGB erhalten. Eine Abweichung von gesetzlich vorgeschriebenen Produktmerkmalen wird nicht pauschal durch Paketgrenzen vereinbart.
20. Haftung
Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie für schuldhaft verursachte Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Dies gilt auch für unsere gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen. Unberührt bleiben Ansprüche wegen arglistigen Verschweigens, aus einer übernommenen Garantie, nach dem Produkthaftungsgesetz und jede weitere zwingende gesetzliche Haftung.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentlich sind Pflichten, deren Erfüllung den Vertrag überhaupt ermöglicht und auf deren Einhaltung Sie regelmäßig vertrauen dürfen. Im Übrigen ist die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen, soweit keine der vorstehenden Ausnahmen greift. Gesetzliche Mängel- und Leistungsansprüche bleiben durch diese Haftungsregelung unberührt.
21. Erklärungen, anwendbares Recht und Streitbeilegung
Vertragsbezogene Mitteilungen können, soweit gesetzlich keine besondere Form vorgeschrieben ist, in Textform, insbesondere per E-Mail, erfolgen. Individuelle Vereinbarungen haben auch ohne eine in diesen AGB vorgesehene Form Vorrang.
Es gilt deutsches Recht. Verbrauchern werden dadurch keine zwingenden Schutzvorschriften des Rechts ihres gewöhnlichen Aufenthalts entzogen, soweit diese nach den gesetzlichen Regeln anwendbar sind. Gesetzliche Zuständigkeiten und Gerichtsstände bleiben bestehen.
Bei Fragen oder Beschwerden erreichen Sie uns unter info@neurofunken.de. Wir sind weder verpflichtet noch bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Gesetzliche Informationspflichten im konkreten Streitfall bleiben unberührt. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, gelten an ihrer Stelle die gesetzlichen Vorschriften. Der Vertrag bleibt nach Maßgabe des Gesetzes im Übrigen bestehen.